Fakten und Studien zum Problem Haarausfall
Vielfach wird Haarausfall nicht als Krankheit anerkannt und die Betroffenen belächelt,
wenn sie ihre Probleme thematisieren. Das ist völlig unangemessen, da zahlreiche
wissenschaftliche Studien belegen, dass Haarausfall
- die psychische Verfassung ändert,
- die Attraktivität mindert,
- die Jobsuche erschwert und
- sogar härtere Urteile vor Gericht mitbewirken kann.
Vertiefend soll auf den Aspekt der psychischen Probleme durch Haarausfall
eingegangen werden: Auf dem letzten Kongress der American Academy of Dermatology
stellte Dr. Sawaya eine Studie vor, die belegt, dass Männer mit Haarausfall
ein bis zu 7-fach erhöhtes Risiko haben,
persönlichkeitsbezogene Störungsbilder zu entwickeln
(z.B. Depressionen, die ja eine potentiell
tödliche Krankheit darstellen).
Bei einer ähnlichen Studie konnte nachgewiesen werden, dass Frauen mit Haarausfall
im Vergleich zu Männern ein noch negativeres Körpergefuehl entwickeln.
Eine Studie aus dem Jahr 1995 zeigt auf, dass sich mit fortschreitendem Haarausfall
auch die psychische Verfassung ändert.
Das renommierte Londoner Goldsmith Institut konnte beweisen, dass Männer
mit Haarausfall im Vergleich zu Männern ohne Haarausfall
introvertierter sind und dazu neigen, sich zurückzuziehen.
Dr. Thomas von der Old Dominion Universität konnte belegen, dass Männer mit
Haarausfall eine deutlich negativere Grundhaltung haben (s. Depressionen).
Diese Studie wird auch z.B. unter http://www.aerztezeitung.de/docs/1999/01/15/007a1003.asp erwähnt.
Eine aktuelle Umfrage des deutschen Gruenen Kreuzes ergab, dass 32% der Männer
und 57% der Frauen durch Haarausfall in "Angst und Schrecken" (Zitat) versetzt
werden, jeder dritte sucht therapeutische Hilfe.
Eine aktuelle EMNID-Studie zeigt auf, dass Männer mit lichtem Haar
von Frauen als deutlich weniger sexuell attraktiv eingestuft werden als Männer
mit vollem Haar.
Eine weitere EMNID-Studie konnte nachweisen, dass Männer mit vollem Haar
deutlich bessere Aussichten bei der Arbeitsplatzsuche haben als Männer mit
lichtem Haar.
Diese Studien belegen eindruecklich, dass Haarausfall mitnichten lediglich ein
kosmetisches Problem darstellt, vielmehr können ernsthafte psychische und
soziale Probleme die Folge sein.