Derzeit laufen mehrere Studien, um die verantwortlichen Gene für Alopecia areata und androgenetische Alopezie zu finden. Diese Studien sind der Grundstein für eine erfolgreiche Gentherapie. Daher ist es enorm wichtig, dass jeder, der dafür in Frage kommt, diese Studien unterstützt. Alles was man tun muss, ist die Abgabe bzw. das Abschicken von harmlosen Blutproben, die jeder Hausarzt entnehmen kann und das Ausfüllen eines kurzen Fragebogens. Im folgenden werden die Studien kurz vorgestellt:
Sie haben oder hatten kreisrunden Haarausfall?
Sie haben eine Schwester oder einen Bruder, der auch kreisrunden Haarausfall hat oder hatte?
Oder Sie kennen Familien, in denen dieser Sachverhalt zutrifft?
Dann wären wir sehr froh, wenn Sie uns im Interesse aller Betroffenen bei der Erforschung der Ursachen helfen könnten!
Wir benötigen neben der Beantwortung eines Fragebogens nur je eine kleine Blutprobe von
den Geschwistern (gleich welchen Alters oder Geschlechts), die kreisrunden Haarausfall
haben oder hatten sowie von deren Eltern (falls möglich), auch wenn diese nicht betroffen sind.
Untersucht wird die Vererblichkeit der Alopecia areata mit dem langfristigen Ziel, eine Therapie zu entwickeln.
Bitte geben Sie diese Information an betroffene Personen weiter!
Wenden Sie sich gerne mit allen Fragen dienstags bis donnerstags unter 0761-383 74 00 an Frau Dr. Hella Blech.
Dr. Christiano von der Columbia-Universität sucht die Gene für androgenetische Alopezie und Alopecia areata. Dafür sucht sie
- 200 Paare von Brüdern mit androgenetischer Alopezie : Beide Brüder müssen bis zum Alter von 30 Jahren einen Haarzustand von Norwood VII haben und dieselben Eltern haben. Die Eltern müssen beide noch am Leben sein. Benötigt werden Blutproben von den Brüdern und den Eltern. Diese Blutproben können problemlos vom Hautarzt genommen werden und dann kostenfrei an die Columbia Universität geschickt werden. Außerdem ist ein kurzes Telefongespräch erforderlich. Die Details der Studie sind zu finden unter
- 200 Paare von Schwestern mit androgenetischer Alopezie
- 200 Paare von Brüdern mit Alopecia areata
- 200 Paare von Schwestern mit Alopecia areata
Bei Rückfragen kann man sich an folgende Adresse wenden: Catherine Donovan-Stevens vom dermatologischen Institut der Columbia Universität wird alle Rückfragen zu Studienteilnahmen gerne beantworten (leider wohl nur auf Englisch). Die Telefonnummer ist 001-212-305-5317 (siehe auch ausführliche Darstellung unter http://cpmcnet.columbia.edu/dept/derm/hairloss ). Falls jemand lieber per E-mail Kontakt aufnehmen will, kann die E-mail-adresse von Dr. Christiano von der InFAGen erfragt werden.
Prof. Kruse von der Uni-Hautklinik Düsseldorf sucht nach den Genen, die für den erblich bedingten Haarausfall des Mannes verantwortlich sind. Gesucht werden Männer bis 39 Jahre mit weit fortgeschrittenem Haarausfall und einem gleichfalls betroffenen Bruder sowie Männer, die mindestens 60 Jahre alt sind und noch volles Haar haben.
Details können von Dr. med. Roland Kruse (Universitäts-Hautklinik Düsseldorf, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf) oder PD Dr. med. arkus Nöthen (Institut für Humangenetik der Universitätsklinik Bonn, Wilhelmstraße 31, 53111 Bonn) erfragt werden.
Da die Anforderungen der Studien ähnlich bis gleich sind, ist es empfehlenswert, Blutproben an alle 3 Adressen zu schicken. Das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechenden Gene möglichst schnell gefunden werden.
Sobald klinische Gentherapiestudien gegen Haarausfall begonnen werden können, ist es wichtig, dass eine Vielzahl von Menschen den Wunsch nach einem zügigen Voranschreiten der Studien bei den entsprechenden Studienleitern bekunden. Das Magazin "Focus" berichtete kürzlich, wie ein über das Internet organisierter Zusammenschluß von Krebspatienten durch ständiges Nachfragen die Zulassung eines vielverspechenden Medikamentes um bis zu 3 Jahre beschleunigen konnte. Zwar mußten die Angestellten des Pharmakonzerns dafür einige Überstunden in Kauf nehmen, aber das ist wohl zu verantworten. Sobald klinische Studien bekannt werden, wird die InFAGen über entsprechende Aktionen nachdenken. Dann ist die Unterstützung möglichst vieler Betroffener nötig. Die Masse ist bei solchen Aktivitäten zweifelsohne ausschlaggebend.