Seit einigen Jahren wird auch intensiv über das Potential des so genannten
Hair Cloning bzw. Hair Multiplication diskutiert. Nach Ansicht von Dr. Unger
(einem der Pioniere dieser Technik) sollte man diese Technik, bei der viele
Betroffene vom „Klonen“ der Haare reden, wissenschaftlich korrekt als
Zelltherapie bezeichnen (siehe http://www.walterunger.com/hair_cloning.html
).
Dies ist das Prinzip der
Zelltherapie: Zellen werden vom Haar eines Patienten entfernt und Millionen
von ähnlichen Zellen können innerhalb einiger Wochen reproduziert werden.
Diese Zellen bewirkten im Tierversuch fast immer das Wachstum von Haaren und
diese wuchsen, bis die Mäuse sehr alt waren. Da diese Ergebnisse aus
Tierversuchen sehr vielversprechend sind, haben einige Forschergruppen damit
begonnen, Studien am Menschen durchzuführen. Leider sind die bisher
veröffentlichten Ergebnisse ziemlich enttäuschend. Dr. Unger selbst hat an
der University of Toronto seit 1998 zwei Studien am Menschen durchgeführt.
In der ersten Studie wuchsen Haare nur bei einem von 10 Patienten. In der
zweiten Studie wuchsen Haare bei drei von 13 Patienten - allerdings war das
Haarwachstum an den behandelten Stellen nicht so kräftig wie bei dem einen
Patienten aus der ersten Studie. Dr. Unger hat diese Studien aufgrund von
rechtlichen Problemen bezüglich der Forschungsfinanzierung vorübergehend
unterbrochen. Er hofft jedoch, dass diese Probleme bald gelöst sein werden.
Trotz der enttäuschenden Ergebnisse aus diesen ersten Studien am Menschen
versuchen auch einige andere Forscher diese Technik zu perfektionieren, z.B.
Dr. Gho aus den Niederlanden (http://www.ghoclinic.com
) und Prof. Katsutoshi Yoshizato von der University of Hiroshima/Japan. Die Biotechfirma Intercytex
(http://www.intercytex.net
) in Großbritannien plant Phase-II-Studien am
Menschen für die nahe Zukunft und das Aderans Research Institute
(http://www.aderansresearch.com
) in the USA hofft sogar darauf, seinen
Zelltherapie-Ansatz schon Ende 2007 anbieten zu können. Insgesamt ist die
Zelltherapie ebenfalls ein sehr hoffnungsvoller Ansatz.
Daher verhandelt die
„Initiative zur Förderung der Alopezie-Genforschung“ (InFAGen) gegenwärtig
mit einer deutschen Venture-Capital Firma und einem renommierten deutschen
Forscher mit dem Ziel, das erste Zelltherapie Biotech Start-Up in
Deutschland zu gründen. Neuigkeiten bezüglich dieser Bemühungen werden auf
http://www.infagen.de
Interessante Links:
http://www.clonemyhair.com
http://www.walterunger.com/hair_cloning.html
http://www.hairlosshelp.com/hair_cloning/cloning.cfm